Wer sind wir?

Der Kinderladen Bullerkiste ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein. In der Bullerkiste werden von Montag bis Freitag zwischen 8:00 Uhr und 16:00 Uhr acht Kinder von ein bis drei Jahren betreut. Mitglieder des Vereins sind die Eltern der betreuten Kinder. Wir mieten 3 Räume im Herzen des Bremer Viertels: ein Spielzimmer, einen Tobe- und Schlafraum und ein Bastel- und Esszimmer. Die Bullerkiste hat einen großen Garten mit Sandkiste und Schaukel.

Was machen wir?

Die Bullerkiste orientiert sich ganz an den Bedürfnissen der Kinder. Die Kinder toben, spielen und lachen! Wir wollen die Lust der Kinder am Lernen und Ausprobieren erhalten, ihre wachsende Selbständigkeit unterstützen und jedem Kind individuell gerecht werden. Um die Fähigkeiten unserer Kinder zu fördern, bieten wir abwechslungsreiche Anregungen. Unsere Räume und Angebote vermitteln Orientierung, Schutz und Atmosphäre und sind zugleich Funktionsräume. Eine kluge Raumgestaltung und Materialauswahl schafft eine wirkungsvolle Spiel- und Lernumgebung und spricht alle Sinne der Kinder an. Jeder Raum bietet eine Auswahl an didaktischem Spiel-, Lern- und Experimentiermaterial und regt die Kinder zum Handeln an (z. B. Spielzimmer; Ruhe- und Bewegungsraum etc.). So gibt es etwa im Ess- und Bastelzimmer eine auf Höhe der Kinder angebrachte Tafel, einen Spiegel und einen Matschtisch. Unsere Kinder können Spiel- und Werkmaterialien jederzeit erreichen und entscheiden so selbst über die Nutzung.

 

Alle Kinder der Bullerkiste wachsen im städtischen Umfeld des Bremer Viertels oder umgebender Stadtteile auf. Weil diese Umgebung die Bewegungsmöglichkeiten der Kinder einschränkt, ist es uns besonders wichtig, Gelegenheiten zur freien Bewegung zu eröffnen. Die Kinder toben sich täglich im Garten oder bei Ausflügen zu Spielplätzen des Stadtteils oder zur BUND-Kinderwildnis aus. Bei sehr schlechtem Wetter und zwischendurch regt unser Toberaum mit Rutsche, Schaukel und Klettergerüst ständig zum selbständigen gefahrlosen Bewegen und Ausprobieren an. Umwelt und Natur sollen unsere Stadtkinder früh erfahren. Im Frühjahr bauen wir in einem Gartenprojekt zum Beispiel Stangenbohnen, Tomaten, Salat und Pfefferminze an. Wir verwenden überwiegend Lebensmittel aus biologischem Anbau und versuchen, unseren Kindern dies altersgerecht zu vermitteln. 

Wer macht mit?

Die Eltern der Bullerkistenkinder organisieren die Kindergruppe selbst. Ohne ein ehrenamtliches Engagement der Eltern wäre der Betrieb der Bullerkiste nicht möglich. Immer wieder fallen organisatorische Aufgaben oder rechtliche Fragen an oder werden Reparaturen fällig. Daher sind alle Eltern ehrenamtlich im Verein engagiert. 

 

Die Eltern unterstützen den Alltag der Gruppe. Sie ...   

  • kochen an drei Tagen der Woche für die Gruppe  
  • waschen wöchentlich die Wäsche
  • sorgen für Nachschub bei Windeln und Pflegemitteln
  • übernehmen die Finanzverwaltung
  • übernehmen die Betreuung der Gruppe, wenn Personal ausfällt
  • halten den Kontakt zum Amt für Soziale Dienste, dem Verbund Bremer Kindergruppen, der Schule für Kinderpflege, den Krankenkassen, den Rentenversicherungsträgern und der Hausverwaltung
  • sorgen für die Werbung und Auswahl der neuen Bullerkistenkinder

 

Warum machen wir mit?

Die Eltern engagieren sich in der Bullerkiste, um die Gestaltung des Bullerkistenalltags zu beeinflussen. Durch ihre Mitarbeit sind sie ständig eingebunden in die Arbeit des Teams bei der Betreuung und haben Einblick in die Gruppenstruktur sowie die Beziehungen der Kinder untereinander. Durch die Verantwortung der Eltern für die Einrichtung, das Personal und die Kinder entsteht zwischen ihnen und dem Team eine tragfähige Beziehung, die eine konstruktive Zusammenarbeit zugunsten der Kinder ermöglicht. Durch das Engagement der Familien im Elternverein, gemeinsame Aufgaben und gemeinsame Feste, entsteht eine besonders enge Bindung auch der Kinder zur Bullerkiste und dem Team.

Diese Bindung ist notwendige Voraussetzung für die Betreuung und Bildung der Kinder. So ermöglicht es die Mitarbeit in der Bullerkiste den Eltern, trotz Fremdbetreuung selbstverantwortlich die Erziehung ihrer Kinder zu gestalten.